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Pflasterspektakel 2015 in Linz

27-07-2015

Das Pflasterspektakel verwandelt Linz alljährlich in eine der größten Bühnen für Straßenkunst in ganz Europa. Erstmals haben wir heuer das Festival an zwei Tagen besucht.

Und selbst diese zwei Tage haben bei weitem nicht ausgereicht, auch nur annähernd alle der rund 300 KünstlerInnen aus 32 Nationen zu sehen und zu hören. So mussten wir wohl oder übel eine kleine Vorauswahl treffen und weit überwiegend haben wir dabei wieder sehr, sehr schöne Darbietungen erlebt: Musik aller Art, Clownerie und Comedy, Zirkusartistik und Jonglage, Puppen- und Straßentheater.

Dabei ist uns aufgefallen, dass gerade da, wo die Akrobatik in eine »Rahmengeschichte« eingebunden ist, der Grat zwischen »wirklich lustig« und »primitivem Klamauk« sehr schmal ist. Einer, dem das sehr schön gelungen ist, war der spanische Künstler Quique Mendez alias Jean Philippe Kikolas mit seinem Straßentheater-Programm »Sin Remite« (»Ohne Absender«). Die scheinbare Tolpatschigkeit des Postboten hat sich bei ihm mit einem Schuss Melancholie und wirklich originellen akrobatischen Einfällen zum wunderbaren Theater vereint.

Sin Remite


Immer wieder aufs Neue faszinieren mich die sogenannten Stehstills, bei denen Menschen zur Statue erstarren – und umgekehrt Marionetten und Figuren, die von der Hand der KünstlerInnen geführt zum Leben erwachen. Beide Künstlerinnen auf dem folgenden Bild, die »Steampunk Lady« (links) und Ola Muchin (rechts) stammen übrigens aus Polen!

Stehstill Puppe


Viele der Darbietungen, die wir gesehen haben, waren voller poetischer Bilder und manchmal war ich schnell genug, diese auch mit der Kamera einzufangen, wie auf dem folgenden Bild der chilenischen Straßenkünstlerin Trini-ty

Trini-ty


Schon immer habe ich mich ein wenig darüber geärgert, dass ich es nicht schaffe, ansprechende Bilder von Musikern hinzubekommen. Entweder waren die Bilder irgendwie verwackelt oder so verrauscht, dass kaum etwas zu erkennen war. Durch eine zufällig falsch eingestellte Kamera habe ich jetzt, glaube ich, entdeckt, wie ich dieses Problem für mich lösen kann. Wenn man die Musiker mit einer absichtlich langen Belichtungszeit fotografiert, enststehen dadurch spannende Aufnahmen, in denen die Dynamik des Spiels wunderbar zur Geltung kommt. Entdeckt habe ich dies bei der – bedingt durch den einsetzenden Regen nur kurzen – Darbietung der belgischen Musikgruppe »Monsieur Pompadour«

Monsieur Pompadour


Ausprobiert habe ich diese technik gleich bei der Kaleidoskop-Nacht im Spektakel-Zelt, bei der Höhepunkte des Tagesprogramms in einer Vorstellung wiederholt werden. Der Auftritt der italienischen Flamenco-Kompanie »Sarsalé Flamenco« schien mir dabei geradezu prädestiniert für diese Technik.

Sarsale Flamenco


Auch wenn es manchmal durchaus ein bisschen anstrengend war: ich freue mich schon auf das Pflasterspektakel 30. Pfalsterspektakel vom 21. bis 23. Juli 2016!

Mehr Pflasterspektakel-Bilder gibt es hier!

 

 

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